„Ich trainiere dreimal pro Woche mit ihr“: Alycia Parks verrät neue Details zu den Trainingseinheiten mit Serena Williams

WTA
Freitag, 20 März 2026 um 13:30
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Alycia Parks startete ihre Miami-Open-Kampagne 2026 mit einem Zweisatzsieg über Sinja Kraus und setzte sich 7:5, 7:6 durch – ein Match, das trotz des Resultats ihre Nervenstärke auf die Probe stellte. Die Amerikanerin, nicht in der Spitzengruppe platziert, aber früh in der Saison im Aufwind, sicherte sich mit aggressiven Rückschlägen und gesteigerter Fokussierung in Schlüsselmomenten den Einzug in die zweite Runde.
Der Sieg markiert eine Wende für Parks, die vor ihrer Ankunft in Miami ihre vergangenen drei Auftaktmatches verloren hatte. Zugleich ist es ihr zweites Jahr in Folge, in dem sie beim Turnier die erste Runde übersteht – ein Stück Konstanz an einem Ort, dessen Bedingungen ihrem Spiel bisher entgegenkamen.
Statistisch fußte Parks’ Auftritt auf ihrer Effektivität im Return: Sie nutzte sechs von neun Breakbällen und gab ihren Aufschlag fünfmal ab. Das Gleichgewicht zwischen Risiko und Kontrolle war ausschlaggebend, besonders im Tiebreak des zweiten Satzes, in dem sie unter Druck einen kühlen Kopf bewahrte.
„Ich habe mir einfach gesagt, dass ich mich neu fokussieren muss“, sagte Parks und räumte eine Konzentrationslücke im ersten Satz ein. „Ich sagte mir, ich soll langsamer machen … du willst nicht in einen dritten Satz.“ Diese Anpassung half ihr, das Geschehen wieder zu kontrollieren und die Partie in zwei Sätzen zu beenden.

Einfluss von Serena Williams prägt Parks’ Entwicklung

Ein wesentlicher Faktor hinter Parks’ jüngstem Fortschritt sind ihre laufenden Trainingseinheiten mit Serena Williams. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin arbeitet in den USA mit Parks zusammen und liefert sowohl technische Impulse als auch übergeordnete Orientierung, während die jüngere Amerikanerin ihr Spiel weiter formt.
Parks berichtete, dass der Kontakt durch einen direkten Vorstoß zustande kam: Sie wandte sich während der Nahost-Schwinge an Williams und vereinbarte nach ihrer Rückkehr Trainingssessions. Seither trainieren die beiden regelmäßig, wobei Parks von einem stabilen Rhythmus spricht, wenn sie zu Hause ist.
„Ja, ich habe ihr geschrieben, als ich im Nahen Osten war, und meinte: ‚Hey, kannst du trainieren, wenn ich in die Staaten zurückkomme?‘ und sie so: ‚Ja, los geht’s.‘ Also haben wir ein paar Einheiten gemacht, und ja, sie hilft mir. Wenn ich zu Hause bin, würde ich sagen, wahrscheinlich drei Mal pro Woche.“
Laut Parks ist Williams körperlich in starker Verfassung und trifft den Ball weiterhin auf hohem Niveau. Trotz anhaltender Spekulationen über ein mögliches Comeback habe sich ihre gemeinsame Zeit auf Training konzentriert, nicht auf Gespräche über künftige Pläne.
„Sie schlägt gut. Ja, sie ist definitiv fit. Sie sieht großartig aus und trifft den Ball fantastisch. Wir sprechen eigentlich nicht über ein Zurückkommen, eher über nette, lockere Dinge, wenn wir reden.“
Der Einfluss dieser Einheiten beginnt sich in Matches niederzuschlagen. Parks verwies auf konkrete Fortschritte, darunter mehr Geduld bei langsameren Bällen und klarere Muster in der Punktanlage – Elemente, die oft mit Williams’ eigener Herangehensweise während ihrer Karriere verbunden werden.

Selbstvertrauen und Ruhe als Schlüssel im Miami-Auftakt

Neben technischen Anpassungen betonte Parks den psychologischen Nutzen, an der Seite einer der erfolgreichsten Spielerinnen des Sports zu trainieren. Diese Erfahrung, sagte sie, verleihe ihr zusätzliches Selbstvertrauen beim Betreten des Matchcourts und festige im Training erarbeitete Abläufe. „Es gibt mir definitiv viel Selbstvertrauen. Ich habe das Gefühl, dass das, was sie mir im Training beibringt, in meinem Spiel und in Matches ankommt. Also mache ich genau so weiter und baue darauf auf.“
Dieses Selbstvertrauen zeigte sich in den heiklen Phasen gegen Kraus, besonders im Tiebreak des zweiten Satzes. Parks ging die Situation mit einem klaren, einfachen Plan an, konzentrierte sich auf das Halten des Aufschlags und auf Konstanz im Return, statt die Lage zu verkomplizieren.
Sie bewies zudem, dass sie externe Faktoren steuern kann, gestützt auf Erfahrungen vor parteiischen Zuschauern. Mit Blick auf frühere Matches in ähnlichem Umfeld merkte Parks an, dass ihr die Vertrautheit mit diesen Bedingungen geholfen habe, unter Druck fokussiert zu bleiben. „Ich denke, weil ich schon in dieser Situation war … es war nichts Neues für mich.“
In der zweiten Runde trifft Parks nun auf die an 33 gesetzte Maria Sakkari – ein deutlich härterer Test gegen eine Spielerin mit nachgewiesener Bilanz bei den Miami Open, einschließlich eines früheren Halbfinals. Das Duell bietet einen klareren Maßstab für Parks’ aktuelles Niveau, da sie auf einem Start aufbauen will, der nicht nur von Ergebnissen, sondern auch vom Einfluss einer prominenten Trainingspartnerschaft geprägt ist.
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