„Ich verstehe, warum ich jetzt meistens als Favoritin gelten würde“ – Mboko ordnet ihren Status ein und nimmt nach der Finalniederlage bei den Qatar Open den Druck von sich

WTA
Sonntag, 15 Februar 2026 um 21:30
Victoria Mboko hebt den Arm.
Victoria Mboko hat einen kometenhaften Aufstieg in die oberen Sphären des Tennis hingelegt. Inzwischen weithin als eine der besten Spielerinnen der WTA Tour anerkannt, ist sie sich ihres nun hoch eingeschätzten Status sehr bewusst und versucht, diesen im Zaum zu halten.

Reaktion: Mboko über Favoritinnenstatus und nächsten Schritt

Die 19-Jährige erlebte im Finale der Qatar Open eine Enttäuschung. Sie war erstmals bei dem Turnier am Start und hatte auf dem Weg durch die Runden brilliert. Aufsehenerregende Siege über Mirra Andreeva und Elena Rybakina stachen heraus, und ein souveräner Zweisatz-Erfolg gegen die Vorjahresfinalistin Jelena Ostapenko reichte, um ihren Namen in das Finale eines zweiten WTA-1000-Turniers zu schreiben.
Anders als bei den Canadian Open war ihr Name diesmal nicht in die Sterne geschrieben. Das Schicksal fiel an Karolina Muchova, die in ihrem dritten Finale endlich einen WTA-1000-Titel in den Händen hielt. Es war überraschend erst ihr zweiter WTA-Titel, gleichauf mit Mbokos Ausbeute, und ihr erster seit dem Jahr 2019.
Es war ein äußerst erfolgreicher Tag für beide Spielerinnen, doch viele werden weiterhin auf Mboko und ihre Brillanz blicken. Nun in den Top 10, will sie diese starke Form fortsetzen – für die hochtalentierte Teenagerin scheint der Himmel die Grenze.

Reagiert reif darauf, als „Favoritin“ etikettiert zu werden

In ihrer Pressekonferenz nach dem Match wurde sie gefragt, wie sich die Denkweise vom Underdog zur Favoritin auf dem Platz gegen niedriger platzierte Spielerinnen verändert habe. Zu diesem Zeitpunkt im vergangenen Jahr spielte Mboko noch auf der ITF-Tour, hatte nur eine Handvoll WTA-Turniere mit wenig Erfolg bestritten. Noch ohne Grand-Slam-Teilnahme war sie außerhalb der Top 300 platziert.
Ein Jahr später stehen zwei WTA-Titel aus vier Finals zu Buche, wobei ihre Niederlage im Finale der Adelaide International zu Jahresbeginn ihre erste Finalpleite war. Sie hat vier Siege gegen Top-10-Spielerinnen, die Hälfte davon in Doha, und gilt weithin als eine der Favoritinnen bei jedem Turnier, an dem sie teilnimmt – etwas, das sie auszublenden versucht.
Victoria Mboko gewann die Hong Kong Open 2025
Victoria Mboko jubelt auf dem Court
„Ja, ich verstehe, warum ich jetzt meist die Favoritin wäre“, räumte sie ein. „Aber es gibt noch so viele talentierte Mädchen da draußen, und es ist Tennis, alles kann passieren. Wenn ich als Außenseiterin gegen viele Topspielerinnen gespielt habe und eine Chance auf den Sieg hatte, dann haben viele andere diese Möglichkeit auch. Ich setze mich nicht zu sehr unter Druck, ich will einfach rausgehen und spielen.“
Mboko richtet ihren Blick nun entschlossen auf den schnellen Wechsel zu den Dubai Duty Free Tennis Championships. Dort trifft sie zunächst auf Jaqueline Cristian, wenn sie in den VAE debütiert. Setzt sie sich durch, wartet die zweite Runde, mit entweder Ella Seidel oder Cristina Bucsa als nächster Gegnerin. Ein mögliches Drittrunden-Duell gegen die Titelverteidigerin Andreeva steht durchaus im Raum, zumal die beiden nach Mbokos Vorstoß nun die einzigen Teenagerinnen in den Top 10 sind und Andreeva endlich Gesellschaft in der Spitze bekommt.
Da sie bis zu den Canadian Open kaum etwas zu verteidigen hat, will Mboko ihren rasanten Aufstieg fortsetzen und sich weiter in den Top 10 festsetzen, während sie zu Beginn einer äußerst vielversprechenden Karriere nach weiteren großen Titeln jagt.
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