Victoria Mboko startet in die kommenden Tage mit ihrem ersten vollständigen Jahr als Topspielerin, nachdem sie den Auftakt von 2025 auf der ITF-Tour verbrachte, bevor ihr der Durchbruch in Miami gelang und sie später in der Saison natürlich Montreal gewann.
Mboko holte zwei Einzeltitel und ist nun die Nummer 18 der Welt. Sie liegt nur knapp hinter einer Reihe von Spielerinnen, sodass sie realistisch gesehen vor Jahresende in die Top 10 aufrücken könnte, doch sie lässt sich nicht mitreißen. Großspurige Träume sind derzeit nicht ihr Thema, vielmehr peilt Mboko einen Lauf bei den Australian Open an, denn ihr Fokus liegt über allem auf einem Grand-Slam-Erfolg.
Vom ITF-Aushängeschild zur Top-20-Spielerin
Im Vorfeld des
United Cup geht es ihr vor allem um Freude am Spiel. Mboko jagt weder Zahlen noch besondere Serien, vielmehr will sie ihre Liebe zum Tennis bewahren und sehen, wie weit sie kommt. Eine erfrischend gelassene Haltung einer Spielerin, die 2025 wie selbstverständlich in der Spitze ankam und nun hofft, in der ersten Woche des Jahres 2026 nahtlos daran anzuknüpfen.
„Nun, ich setze mir nicht so viele Ziele, aber ich mag es, im Kopf Ruhe zu bewahren. Ich würde gerne bei einem der Slams weit kommen, vielleicht bei den Australian Open gut abschneiden“, sagte sie laut AFP. „Ich will einfach ein gutes, gesundes Jahr, so viel wie möglich spielen und auf dem Platz glücklich sein.“
„Ich denke nicht allzu viel darüber nach. Abseits des Platzes passiert natürlich eine Menge, aber ich möchte einfach so viel wie möglich genießen. Ich will einfach viel Spaß haben an dem Sport, den ich liebe, und genau so sehe ich es, ich möchte mich einfach nur freuen.“
Für die kanadische Topspielerin steht zunächst der
United Cup an, den sie ab dem 02.01. bestreitet. Für Mboko bedeutet das auch neuen Druck als beste Spielerin ihres Landes. Dieses Etikett trugen in den vergangenen Jahren natürlich unter anderem Leylah Fernandez und Bianca Andreescu.
Doch Mboko hat Felix Auger-Aliassime an ihrer Seite, mit dem sie in der vergangenen Woche im Rahmen der Termine und Fotomöglichkeiten vor dem
United Cup in den Zoo ging.
„Ich bin wirklich aufgeregt. Es ist das erste Mal, dass ich an so einem Event teilnehme und die komplette Australien-Tour spiele, also warten viele neue Erfahrungen und so viele neue Dinge“, sagte Mboko. „Ich freue mich darauf, den
United Cup zu spielen. Es ist ein wirklich spaßiges Event und hier mit Felix und dem Team zu sein, ist großartig.“
Kanada befindet sich in Gruppe B neben Belgien und China. Es ist eine gute Chance für das Team, auch wenn es in den späten Phasen eine andere Herausforderung sein wird, doch sie gehen als Favoritinnen ins Rennen. Zizou Bergs und Elise Mertens führen Belgien an, während China ohne Zheng Qinwen auskommen muss. Zhang Zhizhen und Zhu Lin führen ihr Team an, weshalb Kanada auf dem Papier zu den stärksten Mannschaften zählt.
Mboko hat jedoch auch die Höhen und Tiefen einer bemerkenswerten Debütsaison erlebt. Sie galt schon länger als Top-Talent, stand jedoch vor der Aufgabe, diese Vorschusslorbeeren zu bestätigen und ihre Form auf ein höheres Niveau zu heben. Bis zum Saisonende gewann sie kaum ein Spiel, bevor sie spät noch einen Lauf hinlegte. Es war für Mboko also keineswegs ein durchgehend reibungsloser Weg.