Der Freitag bei den Wuhan Open 2025 zeigte zwei völlig verschiedene Wege ins Halbfinale: Jessica Pegula musste erneut über die volle Distanz gehen, während Aryna Sabalenka souverän dominierte und sich im Duell des Tages klar durchsetzte.
Pegula trotzt der Erschöpfung – sechster Dreisatzsieg in sieben Matches
Jessica Pegula bleibt das Synonym für Kampfgeist. Die Weltranglistensiebte überstand auch ihr Viertelfinale in drei Sätzen und besiegte die tschechische Qualifikantin Kateřina Siniaková mit 2:6, 6:0, 6:3. Damit steht die Amerikanerin zum ersten Mal im Halbfinale von Wuhan.
Der Start verlief alles andere als vielversprechend: Nach einem schwachen ersten Satz, den sie in nur etwas mehr als 30 Minuten verlor, schien Pegula nach über 15 Stunden Spielzeit in den letzten 13 Tagen physisch am Limit. Doch einmal mehr bewies sie Nervenstärke. Sie drehte das Match mit einem furiosen zweiten Satz, den sie in nur 23 Minuten mit einem Bagel (6:0) gewann.
Im Entscheidungssatz ging es zunächst hin und her, bis Pegula beim Stand von 4:2 das entscheidende Break gelang. Selbst als sie beim Stand von 4:3 mehrere Breakbälle abwehren musste, blieb sie ruhig und sicherte sich den Sieg nach knapp zwei Stunden Spielzeit.
„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das mache“, gab Pegula nach dem Match zu. „Ich bin wohl einfach in wirklich guter Form. Natürlich wäre es mental und körperlich einfacher, Matches in zwei Sätzen zu gewinnen, aber wenn ich jedes Match für den Rest meines Lebens in drei Sätzen gewinne, wäre ich ziemlich glücklich.“
Sabalenka dominiert Rybakina und bleibt ungeschlagen in Wuhan
Aryna Sabalenka hingegen ist das komplette Gegenteil, denn sie machte Elena Rybakina das Leben leicht. Ein Match, das vielleicht von allen im Viertelfinale aus mehreren Gründen am spannendsten war, da Rybakina ihr letztes Aufeinandertreffen so deutlich gewann.
Sie hat erst vor etwas mehr als einem Monat in Cincinnati 6:1, 6:4 gewonnen und liegt im Head-to-Head 7:5 zurück, so dass sie normalerweise nicht gerade umgehauen wird, aber heute war sie es.
In etwas mehr als einer Stunde und 25 Minuten war es ein weiterer Sieg für Sabalenka in Wuhan. Pegula muss nun einen Weg finden, die Nummer 1 der Welt zu bezwingen, die in diesem Turnier überragend ist. Leichter gesagt als getan, auch wenn sie sich in einem Dreisatzspiel wahrscheinlich mehr Chancen ausrechnet als in einem Zweisatzspiel, wenn es darauf ankommt. Sabalenka lobte anschließend ihre Gegnerin und die chinesischen Fans.
„Ich glaube, ich fühle mich den chinesischen Fans sehr verbunden. Ich fühle mich jedes Mal wie zu Hause, wenn ich hier spiele. Ehrlich gesagt ist das einfach verrückt. Sie ist eine tolle Spielerin. Ein sehr nettes Mädchen. Es ist immer schwer, gegen sie zu spielen. Wir haben eine wirklich lange Geschichte gegeneinander. Immer tolle Kämpfe. Es ist immer spannend, gegen sie zu spielen. Sie treibt mich immer ans Limit, um den Sieg zu holen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung heute. Ich freue mich über den Sieg. Ich bin wirklich glücklich über die Unterstützung im Stadion, danke, dass ihr gekommen seid."
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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