(VIDEO) Frühe Doppelaufsprung-Debatte bringt Ostapenko bei den Qatar Open nicht aus dem Tritt

WTA
Mittwoch, 11 Februar 2026 um 21:30
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Jelena Ostapenko erreichte mit einem Zweisatzsieg über die Kolumbianerin Camila Osorio, 6:3, 6:1, das Viertelfinale der Qatar Open. Obwohl der Erfolg der Lettin klar wirkte, prägte eine bemerkenswerte Schiedsrichterentscheidung früh die Partie.

Ostapenko siegt trotz Videozoff und trifft im Doha-Viertelfinale Cocciaretto

Im ersten Spiel setzte Osorio einen präzisen Stoppball zum 40:15, woraufhin Ostapenko infrage stellte, ob der Ball vor dem Schlag zweimal aufgesprungen sei. Die French-Open-Siegerin von 2017 forderte umgehend eine Videoüberprüfung an.
Stuhlschiedsrichter Timo Jansen gab dem rasch statt und überprüfte den Punkt. „Meine Damen und Herren, wie Sie im Video sehen können, ist bestätigt, dass es nur einen Absprung gab, 40:15“, verkündete er. Ostapenko schüttelte ungläubig den Kopf, blickte zu ihrer Box und deutete auf den Rahmen ihres Schlägers, womöglich mit einer Anspielung auf Osorios Schlagtechnik. Späteres Bildmaterial bestätigte, dass Osorio den Punkt regulär gewonnen hatte, doch die Lettin blieb sichtlich nicht überzeugt von der Entscheidung.
Der Austausch sorgte für einen Moment leichter Spannung und Amüsement. Beim Seitenwechsel sprach Osorio Jansen an und witzelte: „Sie wussten, dass es kein Doppelsprung war, oder?“ Jansen reagierte mit ruhiger Bestätigung. Trotz der frühen Unterbrechung fing sich Ostapenko schnell. Osorio schaffte im nächsten Spiel sogar das Break zum 2:0, doch im Anschluss kippte das Momentum deutlich, als Ostapenko 12 der folgenden 14 Spiele gewann und die Kontrolle über das Match übernahm.
Nach dem frühen Schreck variierte sie ihre Aggressivität, besonders über die Vorhand, zwang Osorio in lange Ballwechsel und setzte deren Aufschlag konstant unter Druck. Die Ruhe der Lettin unter Beobachtung und ihre Fähigkeit, sich von einem nervösen Auftakt zu erholen, unterstrichen, warum sie auf der Tour eine ernstzunehmende Größe bleibt, vor allem in Doha, wo sie nun im Viertelfinale auf Italiens Elisabetta Cocciaretto trifft.

Cocciaretto in Form nach erfolgreichem Quali-Lauf

Die Italienerin kommt aus der Qualifikation und fünf Siegen in Folge, darunter ein Zweisatzsieg über die an Position vier gesetzte Coco Gauff. Die 25-Jährige erlebt zum Saisonstart eine der besten Phasen ihrer Karriere, nachdem sie wenige Wochen zuvor den Titel in Hobart gewonnen hat. Ihre Woche in Doha hat ihr bereits einen Sprung von mehr als 15 Plätzen im Ranking gesichert und die Rückkehr in die Top 40 eingebracht.
Das anstehende Viertelfinale stellt Ostapenko vor eine andere taktische Aufgabe. Cocciarettos Grundliniensicherheit und Platzabdeckung werden Ostapenkos Fähigkeit, das Spiel zu diktieren, prüfen. Hält die Lettin den Fokus und die Aggressivität, die sie nach der frühen Videoüberprüfung zeigte, ist sie gut positioniert, im Tableau der Qatar Open weiter vorzurücken. Cocciaretto gewann ihr einziges bisheriges Duell auf dem Rasen der Birmingham Open 2024.
Ostapenko benötigt in dieser Woche einen starken Auftritt, da sie das Finale von 2025 verteidigt, in dem sie gegen Amanda Anisimova unterlag. Mit bislang mindestens drei Siegen in Serie hat sie bereits einen Teil dieser Punkte verteidigt und steht aktuell auf Platz 32 der Live-Rangliste.
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