"Andre hat Hollywood ins Tennis gebracht" - Patrick Rafter vergleicht die amerikanischen Tennislegenden Andre Agassi und Pete Sampras

ATP
Samstag, 05 April 2025 um 11:00
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Rafter gibt Einblicke: So unterschiedlich waren Agassi und Sampras

Der australische Tennisstar Patrick Rafter, der während seiner aktiven Zeit sowohl Andre Agassi als auch Pete Sampras auf höchstem Niveau gegenüberstand, hat in einem aktuellen Interview Einblicke in die Spielweise und Mentalität der beiden US-amerikanischen Ikonen gegeben.

Agassi und Sampras prägten das amerikanische Herrentennis in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren entscheidend und rückten es mit ihrer Dominanz zurück ins weltweite Rampenlicht. Gemeinsam gewannen sie 22 Grand Slam-Titel im Einzel und standen beide an der Spitze der Weltrangliste. Während Sampras im Laufe seiner Karriere 14 Majors für sich entscheiden konnte, triumphierte Agassi bei acht Grand Slam-Turnieren.

Rafter, der gegen beide mehrfach auf dem Platz stand und insgesamt eine Bilanz von 9:22 gegen sie aufweist, sprach im Rahmen eines Beitrags auf dem YouTube-Kanal der ATP Tour über die markanten Unterschiede zwischen den beiden Ausnahmeathleten.

„Ich habe es immer genossen, gegen Andre zu spielen, weil unsere Spielstile so gut harmonierten“, erklärte Rafter. „Ich habe versucht, ihn mit Slice und Angriffen ans Netz unter Druck zu setzen, während er mit präzisen Passierschlägen und Lobs reagierte – und damit meist erfolgreich war. Ich konnte ihn zwar einige Male schlagen, doch besonders die Matches bei Grand Slams waren etwas ganz Besonderes.“

Agassi sei, so Rafter, eine prägende Figur gewesen, die dem amerikanischen Tennis ein völlig neues Gesicht verliehen habe: „Sein offenes, unkonventionelles Auftreten hat eine gewisse Hollywood-Note auf den Court gebracht.“

Ganz anders hingegen Sampras: „Pete war ruhiger, reservierter – ein Spieler, der sich ganz auf seine Leistung konzentrierte. Er war mir spielerisch sehr ähnlich, aber einfach besser. Viel besser“, so Rafter. „Er blieb immer authentisch. Und ich denke, das taten wir letztlich alle. Ich glaube nicht, dass man auf Dauer erfolgreich sein kann, wenn man nicht man selbst ist.“

Ein bemerkenswerter Fakt verbindet die drei Tennisgrößen: Rafter, Agassi und Sampras teilten sich im Sommer 1999 einen einzigartigen ATP-Rekord. Innerhalb von nur acht Tagen – zwischen dem 25. Juli und dem 2. August – standen alle drei nacheinander an der Spitze der Weltrangliste.

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