„Ich habe deinen Mann gefragt. Er ist einverstanden.“ – Zverev kapert Schetts Interview und sorgt in Melbourne mit der Wien-Wette fur Lacher

ATP
Freitag, 23 Januar 2026 um 15:43
ZverevDavisCup1
Alexander Zverev hatte sein sportliches Ziel bereits erreicht. Mit dem Einzug ins Achtelfinale der Australian Open war die Pflicht erfüllt – doch was danach folgte, wurde zur Kür. In einer ebenso lockeren wie urkomischen On-Court-Interviewrunde mit Barbara Schett übernahm der Deutsche kurzerhand selbst das Mikrofon, verwandelte den Court in eine Bühne und lieferte einen der unterhaltsamsten TV-Momente dieses Turniers.
Nach seinem Viersatzsieg über Cameron Norrie zeigte sich Zverev ungewohnt gelöst – und genau das machte den Unterschied.

„Warum nicht?“ – Zverev Ausnahmsweise Rundum Zufrieden

Barbara Schett begann mit einem Kompliment und einer kleinen Spitze: Zverev sei bekannt dafür, seine Leistungen eher kritisch zu bewerten. Ob er diesmal zufrieden sei?
Zverev grinste:
„Ja, warum nicht? Ehrlich gesagt waren die letzten beiden Matches richtig gut. Beide Gegner haben mich gefordert, aber nur, weil sie selbst sehr gutes Tennis gespielt haben. Ich war bereit für diese Aufgabe.“
Besonders fair äußerte er sich über Cameron Norrie:
„Heute hat Cameron, vom Niveau her, wahrscheinlich das beste Match gespielt, das wir je gegeneinander hatten. Ich bin glücklich über den Sieg und froh, weitergekommen zu sein.“

Aggressiv – Aber Selbstkritisch

Auf die Frage, worauf er besonders stolz sei, überraschte Zverev mit Selbstironie:
„Eigentlich fand ich, dass ich schlecht aufgeschlagen habe. Sollen wir das Publikum fragen? Es ist schon spät.“
Stattdessen hob er einen anderen Schlüssel hervor:
„Ich fand, dass ich meine Vorhand sehr hart und sehr gut geschlagen habe. Das ist der Schlag, der darüber entscheidet, ob ich Matches gewinne oder verliere. Wenn ich mich dabei selbstbewusst fühle, ist das enorm wichtig.“

Bruder Mischa, Linkshänder – Und Plötzlich Teil Des Interviews

Schett lenkte das Gespräch auf Linkshänder – traditionell unangenehme Gegner – und auf Zverevs Bruder Mischa, der als Linkshänder in der Spielerbox saß. Ob er mit ihm warmgespielt habe?
Zverev trocken: „Er steht nicht mehr mit mir auf dem Platz.“
Schett fragte nach: Warum nicht? Zverev, mit Blick zur Tribüne: „Frag ihn. Er sitzt direkt da. Gib ihm das Mikro.“
Als Schett einwandte, Mischa sei zu weit weg, griff Zverev selbst ein – im wahrsten Sinne:
„Ich laufe zu ihm.“ Dann läuft er von Barbara weg. Dann, halb im Spaß, halb im Ernst neben sein Bruder: „So, du bist fertig heute Barbara. Du kannst nach Hause gehen. Alles gut.“

„Warum Hasst Du Es, Mit Mir Tennis Zu Spielen?“

Mischa Zverev ließ sich das Mikro geben und legte direkt los: „Warum hasst du es eigentlich, mit mir Tennis zu spielen? Weil ich deinen Rhythmus zerstöre. Ich verhau zu viele Bälle.“
Alexander konterte sofort: „Aber ist es dann nicht genau das Gegenteil? Wenn du so viele Bälle verziehst, muss ich doch perfekten Rhythmus haben.“
Mischa ließ nicht locker: „Aber was ist, wenn du den nicht hast? Dann ist es meine Schuld. Und wenn du verlierst, ist es sowieso meine Schuld.“
Die Erkenntnis folgte nüchtern: „Du hast recht. Es ist eine Lose-Lose-Situation für mich. Aber du spielst gerade gut, also lassen wir es dabei. Sind wir fertig?“

Der Friseur-Deal: Haare Gegen Titel?

Barbara Schett holte sich das Mikro zurück – und erinnerte an eine Wette aus Wien: „Wir haben uns vor ein paar Monaten in Wien gesehen und eine kleine Abmachung getroffen.“
Zverev klärte auf: „Wenn ich die Australian Open gewinne, schneiden wir uns beide die Haare.“
Schett widersprach lachend: „Das stimmt nicht ganz. Du schneidest dir die Haare. Ich auch – Deal?“
Zverev setzte nach: „Ja, aber zusammen mit dir beim Friseur.“
Schett zögerte: „Ich schneide mir meine Haare vielleicht so viel.“
Zverev grinste – und erhöhte den Einsatz: „Du entscheidest meinen Haarschnitt, und ich entscheide deinen. Wie klingt das?“
Schett blieb vorsichtig: „Darüber muss ich nachdenken. Gewinn erstmal weiter, Sascha.“
Doch Zverev hatte noch einen Pfeil im Köcher: „Ich habe deinen Mann gefragt. Er ist einverstanden.“
Schett lachte, schüttelte den Kopf: „Da bin ich mir nicht so sicher. Fortsetzung folgt.“

Mehr Als Ein Sieg

Am Ende applaudierte die Arena, Schett verabschiedete Zverev, und der Deutsche verließ den Court nicht nur als Achtelfinalist – sondern als heimlicher Entertainer des Abends.
Sportlich geht es ernsthaft weiter. Doch dieser Moment zeigte: Wenn Alexander Zverev locker ist, kann er nicht nur Matches kontrollieren – sondern auch das Mikrofon übernehmen.
Erstquelle: Eurosport und TNTSports auf YouTube
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