Der Wechsel von Hartplatz auf Sand steht an, und die Spielerinnen müssen sich mit Blick auf Roland Garros an den Belag anpassen. Während viele Turniere in Europa stattfinden, bleibt eine ganze Reihe an Topspielerinnen in den USA beim
Charleston Open vom 30.03. bis 05.04. Das Turnier hat seine
vier Wildcards vergeben, zwei an US-Amerikanerinnen und zwei an frühere Größen des Sports.
Es ist ein im Vergleich zu anderen einzigartiges Event. Statt des traditionellen Ziegelsands wird auf grünem Sand gespielt, einem schnelleren Belag als der europäische rote Sand, auf dem zahlreiche Spitzenspielerinnen einen glänzenden Start in ihre Sandplatzsaison anstreben.
Titelverteidigerin Jessica Pagula bleibt in ihrer Heimat und peilt weitere Erfolge an. Gleiches gilt für die frühere Australian-Open-Siegerin Madison Keys, die 2019 triumphierte. Die beiden erfahrenen US-Amerikanerinnen erhalten Konkurrenz durch die aufstrebende Iva Jovic. Auch Ekaterina Alexandrova und Belinda Bencic werden in Südkalifornien gefährlich sein.
Zwei US-Amerikanerinnen erhalten eine Einladung
Sloane Stephens und
Jennifer Brady erhielten beide Wildcards für das
Miami Open. Stephens setzte sich dort mit 6:4, 6:2 in einem Match mit nur sechs Aufschlaghalten durch. Beide wollen ihr Spiel nun schärfen, nachdem sie in Charleston weitere Einsätze auf höchstem Niveau erhalten.
Als frühere Finalistin von Roland Garros hat Stephens ihren Wert auf Sand bewiesen und 2016 dort ihren vierten WTA-Titel mit einem Zweisatzsieg über Elena Vesnina gewonnen. Ihren jüngsten WTA-Titel holte sie ebenfalls auf Sand beim Rouen Open. 2025 bestritt sie nach einer schweren Verletzung am rechten Fuß nur fünf Matches und arbeitet weiterhin an ihrem Comeback in die Spitzengruppe.
Ähnliches gilt für Brady. Die Australian-Open-Finalistin von 2021 laborierte an Fuß- und Knieproblemen, die sie von August 2021 bis 2023 außer Gefecht setzten. Anhaltende Knieprobleme seit 2024 sorgten dafür, dass ihr letztes Match vor 2026 bei den China Open 2023 lag. Ihr Comeback gab sie bei einem ITF-1000-Turnier in San Diego, wo sie das Halbfinale erreichte. Mit Wildcards für Indian Wells und das Miami Open gestartet, verlor sie jeweils in der ersten Runde, während sie weiter an ihrer Matchhärte arbeitet. Das Charleston Open bietet eine weitere gute Chance, wieder hochklassige Matches zu sammeln und in der Rangliste aufzusteigen.
Jennifer Brady hat für das Charleston Open 2026 gemeldet
Badosa und Andreescu zählen zu den großen Namen im Einsatz
Die letzten beiden Wildcards gingen an ein Duo hochveranlagter Spielerinnen, deren einst verheißungsvolle Karrieren durch Verletzungen gebremst wurden.
Nach ihrem US-Open-Triumph 2019 wurde Andreescus Laufbahn von Verletzungen überschattet, was eine Karriere an der absoluten Spitze ausbremste. Zu Jahresbeginn suchte sie mit einer Reihe von ITF-Turnieren den Weg zurück. Auf der WTA-Tour kehrte die Kanadierin beim ATX Open und in Indian Wells zurück und verlor jeweils in der ersten Runde. Für das Miami Open verpasste sie die Qualifikation, erhält nun aber bei ihrem Debüt in Charleston eine weitere Gelegenheit.
Wie bei Brady und Stephens gab es jüngst auch ein Duell zwischen Andreescu und Badosa. Sie trafen im Halbfinale des WTA-125-Events in Austin aufeinander. Andreescu gewann in drei Sätzen, bevor sie
im Finale unterlag.
Badosa kommt jedoch besser aus diesem Abschnitt, da sie noch im Miami Open vertreten ist. Sie bezwang Qualifikantin Aliaksandra Sasnovich mit 7:5, 6:3 und trifft nun auf Jovic. Nach dem Halbfinaleinzug bei den Australian Open 2025 schien sie wieder in der Spur, doch erneut bremsten Rückenprobleme ihre Saison. Inzwischen ist sie an den Rand der Top 100 abgerutscht und braucht dringend Siege, um in den größten WTA-Turnieren startberechtigt zu bleiben. Sie kehrt zum fünften Mal nach Charleston zurück, mit einem Halbfinale 2021 sowie Viertelfinals 2022 und 2023 in ihrer Bilanz.