In einem Duell, das noch jahrelang auf den Bildschirmen laufen könnte, treffen
Mirra Andreeva und
Alexandra Eala bei den mit Spannung erwarteten Macau Tennis Masters aufeinander, die vom 27. bis 28. Dezember stattfinden.
Die Exhibition ist der ideale Zeitpunkt, um vor dem Start der Tennissaison 2026 in gut einer Woche auf Tour-Tempo zu kommen. Die Spielerinnen und Spieler wollen Matchhärte und Schärfe aufbauen, bevor sie Down Under voll angreifen, wo zu Beginn von 2026 alle großen Turniere stattfinden. Dazu zählt vor allem die Australian Open, die vom 18.01. bis 01.02. ausgetragen wird. Es ist eine goldene Gelegenheit, Ranglistenpunkte zu sammeln und mit einer Vielzahl an Prämien in Melbourne in der Hierarchie aufzusteigen.
Andreeva und Eala sind nicht die einzigen Teilnehmenden in China. Teamkapitäninnen Li Na und Conchita Martinez führen zwei mit Stars gespickte Mannschaften an. Die zweifache Grand-Slam-Siegerin Na hat die talentierte Eala in ihren Reihen sowie Ugo Humbert und den chinesischen Tennisprofi Shang Juncheng. Conchita setzt auf die Nummer 14 der Welt Alejandro Davidovich Fokina und Wu Yibing sowie auf Andreeva, wenn der Wettbewerb in Kürze beginnt.
Eala gegen Andreeva im hoch erwarteten Duell
Der Höhepunkt des Events steigt am zweiten Tag, wenn die beiden jungen Superstars den Court betreten und die Klingen kreuzen, bevor sie später am selben Tag erneut in einem Mixed-Doppel gegenüberstehen.
Sie spielten einmal gegeneinander, bei den US Open der Juniorinnen 2022. Eala setzte sich mit 6:4, 6:0 in einem überzeugenden Viertelfinale durch und holte anschließend den Titel, nachdem sie im Halbfinale Victoria Mboko besiegt hatte.
Andreeva wird auf Revanche brennen und für festliche Stimmung sorgen wollen nach einem ernüchternden Ende der Saison 2-25. Sie legte einen Blitzstart hin und gewann zwei WTA-1000-Titel bei den Dubai Duty Free Tennis Championships und in Indian Wells. Dazu kamen Viertelfinals bei Roland Garros und Wimbledon, zwei weitere Viertelfinals in Madrid und Rom ließen sie Mitte Juli auf Platz fünf der Welt und damit auf ein Karrierehoch klettern.
In der zweiten Saisonhälfte geriet ihre Form jedoch ins Stocken. Sie fand keine konstante Serie und scheiterte regelmäßig in frühen Runden. Lange war sie praktisch sicher für ein Debüt bei den WTA Finals, doch am Ende zogen Elena Rybakina und Jasmine Paolini um Haaresbreite vorbei.
Während die 18-Jährige diesen bitteren Rückschlag verarbeiten will, möchte Eala ihren positiven Lauf fortsetzen. Sie hat Tennis auf den Philippinen auf die Landkarte gesetzt und schreibt regelmäßig Geschichte. Ein erster Fingerzeig gelang ihr in Miami. Sie stürmte sensationell bis ins Halbfinale des WTA-1000-Turniers und schlug dabei die Grand-Slam-Siegerinnen Jelena Ostapenko, Madison Keys und Iga Swiatek, ehe sie im Halbfinale nur knapp Jessica Pegula unterlag.
Ihren ersten WTA-Titel verpasste sie hauchdünn in Eastbourne, als sie sich im Finale ein Thriller-Duell mit der ebenfalls hoch gehandelten Maya Joint lieferte. Vier Matchbälle ließ sie aus, bevor Joint sich schließlich in einem dramatischen Tiebreak des dritten Satzes durchsetzte. Der überfällige Triumph folgte beim WTA-125-Event in Guadalajara, wo sie als erste Tennisspielerin von den Philippinen einen WTA-Titel gewann.
Das Duell der beiden in
Macau kann in beide Richtungen gehen. Andreeva geht zwar mit deutlich mehr Meriten als Favoritin hinein, doch Eala hat ihre Qualitäten als Favoritenschreck bewiesen. Hoffentlich wird dies das nächste Kapitel einer künftigen packenden Rivalität.