Die
Charleston Open setzen für eigenständige WTA-500-Turniere einen neuen Maßstab, indem sie 2026 die Spielerentlohnung deutlich erhöhen. Das Gesamtpaket von 2,5 Millionen US-Dollar – 2,3 Millionen US-Dollar an Preisgeld plus 200.000 US-Dollar für Spieler-Benefit-Programme – verdoppelt nicht nur die 2025 gebotene Summe, sondern verringert auch den Abstand zu vergleichbaren ATP-500-Turnieren.
News-Update zu WTA-500 Charleston Open setzt neuen Vergütungsmaßstab
Während ATP-500-Turniere wie die Dallas Open 2.833.335 US-Dollar und die Rio Open 2.396.115 US-Dollar ausschütten, agieren die meisten WTA-500-Events weiterhin nahe dem von ihrer Kategorie vorgeschriebenen Minimum.
Vor wenigen Wochen etwa bot das Brisbane International 1.691.602 US-Dollar, während das Adelaide International und Abu Dhabi lediglich das WTA-500-Minimum von 1.206.446 US-Dollar ansetzten. Dass Charleston das WTA-500-Minimum allein beim Preisgeld um mehr als 1,2 Millionen US-Dollar übertrifft, zeigt, dass Frauenturniere beim Schließen der historischen Lücke in der finanziellen Vergütung vorangehen können und Spielerinnen Anreize sowie Unterstützung auf einem mit ihren männlichen Kollegen vergleichbaren Niveau erhalten.
Das
Turnier, Nordamerikas größtes reines Profitennis-Event für Frauen, umfasst ein Einzelfeld mit 48 Spielerinnen, eine Qualifikation mit 24 und ein Doppel mit 16 Teams. Traditionell besuchen über 90.000 Zuschauer die neuntägige Veranstaltung auf Daniel Island, die erneut ein Spitzenfeld mit Amanda Anisimova, Jessica Pegula, Madison Keys, Emma Navarro und der Olympiasiegerin Belinda Bencic anzieht.
„Gleiches Preisgeld anzubieten, bedeutet, die Spielerinnen zu respektieren“
Über das Preisgeld hinaus fließen zusätzliche 200.000 US-Dollar an die Women’s Tennis Benefits Association, die Krankenversicherung, Renten, Studiengebühren und weitere Programme zur langfristigen Absicherung von Athletinnen unterstützt.
Charleston blickt auf eine lange Tradition an Innovationen im Damentennis. 1973 war es das erste Turnier, das 100.000 US-Dollar an Preisgeld auslobte und live im Network-TV übertrug, wobei die Premierensiegerin Rosie Casals 30.000 US-Dollar erhielt – die höchste Jahresauszahlung für eine Frau. In jüngerer Zeit wurde Charleston viermal in Folge zum WTA-500-Turnier des Jahres gewählt und führte 2025 als erstes WTA-Sandplatzturnier Electronic Line Calling Live ein.
Ben Navarro, Turnierbesitzer und Vater der Weltranglisten-18. Emma Navarro, betonte die übergeordnete Bedeutung der Investition: „Das Damentennis liefert derzeit auf sehr hohem Niveau ab – von der Qualität des Wettbewerbs bis zur Fanbindung – und diese Investition spiegelt das wider. Gleiches Preisgeld anzubieten, bedeutet, die Spielerinnen und ihre Arbeit zu respektieren und das Turnier mit dem Wert des Sports in Einklang zu bringen.“
Spielerinnenstimmen zur Gleichberechtigung
Die Führungsrolle Charlestons wird von den Spielerinnen breit anerkannt. Jessica Pegula, Titelträgerin 2025 und Vertreterin im WTA Players’ Council, sagte: „Zu sehen, dass ein Turnier wie Charleston sich zu gleichem Preisgeld bekennt, ist wichtig. Es zeigt, dass die Arbeit, die wir investieren, und das Niveau, auf dem wir antreten, anerkannt werden.“
Madison Keys, die Siegerin von 2019, ergänzte: „Dass die
Charleston Open gleiches Preisgeld bieten, macht uns unglaublich stolz. Es steht für echten Fortschritt im Damentennis und zeigt, wie stark der Sport weiter wächst.“
Auch die Lokalmatadorin Emma Navarro hob die Wirkung des Turniers hervor: „Ich bin in Charleston aufgewachsen, dieses Event hatte für mich immer große Bedeutung. Zu sehen, wie es mit gleichem Preisgeld einen historischen Schritt nach vorn macht, ist ein bedeutsamer Moment für unseren Sport. Ich bin unglaublich stolz, dass mein Heimturnier den Standard setzt.“
Die Siegerin von 2004, Venus Williams, reflektierte: „Dies ist ein großer Moment für das Vermächtnis unseres Sports und sendet eine starke Botschaft an Spielerinnen, Fans und die Zukunft des Tennis“, sagte die 7-malige Grand Slma-Championesse. „Es zeigt echten Fortschritt und den Glauben an den Wert des Frauensports.“
Charlestons historisches Bekenntnis unterstreicht die wachsende wirtschaftliche Stärke des Damentennis und setzt einen Maßstab für künftige WTA-Events. Mit der Überschreitung der WTA-500-Mindestausschüttung zeigt das Turnier einen greifbaren Schritt in Richtung Parität mit ATP-500-Events und belegt, dass Frauenturniere ihren männlichen Pendants nicht nur in der Reputation, sondern auch in der finanziellen Anerkennung ebenbürtig sein können. Die Ausgabe 2026 findet vom 28.03.2026 bis 05.04.2026 im Credit One Stadium statt.