Anastasia Potapova gehörte zu mehreren russischen Spielerinnen, die in der Offseason die Nationalität wechselten, wobei ihr Wechsel nach Österreich rechtzeitig vor der Saison 2026 abgeschlossen wurde. Fans bemerkten jedoch, dass ihre Erklärung zur Bestätigung der Nachricht Daria Kasatkinas Statement sehr ähnlich war. Sie machte daraus kein großes Thema und betonte, dass an ihrem Vorgehen nichts falsch sei.
Die neue österreichische Nummer eins genießt es, ihr neues Land auf der großen Bühne zu vertreten. Nach ihren Auftritten bei den Brisbane International und den Adelaide International wollte sie bei den
Australian Open große Ergebnisse einfahren.
Genau das gelang ihr in der ersten Runde gegen Suzan Lamens, als sie einen Satzrückstand drehte und mit 3:6, 7:6, 6:2 in einem hart erkämpften Sieg weiterkam. Zwischenzeitlich lag Potapova im zweiten Satz 1:5 zurück, und das Match schien in Richtung der Niederländerin zu kippen. Doch eine entschlossene, widerstandsfähige Aufholjagd bescherte der 24-Jährigen einen unbezahlbaren Erfolg.
Match Statistics Lamens vs. Potapova
| Lamens |
VS |
Potapova |
| 2 |
Aces |
3 |
| 6 |
Double Faults |
8 |
| 63% (62/98) |
1st Service Percentage |
60% (56/94) |
| 56% (35/62) |
1st Service Points Won |
64% (36/56) |
| 35% (14/40) |
2nd Service Points Won |
39% (14/36) |
| 50% (7/14) |
Break Points Saved |
40% (4/10) |
| 50% (7/14) |
Service Games |
60% (9/15) |
| 36% (20/56) |
1st Return Points Won |
44% (27/62) |
| 61% (22/36) |
2nd Return Points Won |
65% (26/40) |
Kommentare zum ähnlichen Statement wie bei Kasatkina
Anfang 2025 wechselte Kasatkina offiziell von Russland zu Australien. Sie veröffentlichte auf Instagram eine Erklärung, die die Nachricht bestätigte. Später im Jahr zog Potapova nach, diesmal mit Österreich als Ziel. Sie verkündete die Neuigkeit auf
Instagram, wo es hieß: „I am delighted to let you all know that my application for citizenship has been accepted by the Austrian Government. Austria is a place I love, is incredibly welcoming and a place where I feel totally at home. I love being in Wien and look forward to making my second home there. As part of this I am proud to announce that starting from 2026 I will be representing my new homeland Austria in my professional tennis career from this point onwards.“
Einige Fans erlebten dabei witzigerweise ein Déjà-vu. Das lag daran, dass Kasatkinas Erklärung auffallend ähnlich war, mit nur wenigen Anpassungen auf Potapova zugeschnitten.
Auf diese Kontroverse angesprochen sagte sie in ihrer
Pressekonferenz nach dem Match, dass an ihrem Vorgehen nichts falsch sei. „Ich sehe daran nichts Falsches“, sagte sie. „Besser kann man es nicht ausdrücken – warum also nicht? Uns gefielen die Worte, meinem Team gefielen sie, und wir haben uns dafür entschieden. Ich glaube nicht, dass etwas Schlimmes passiert ist. Ich denke, die Medien haben es nur aufgeblasen, weil ihnen nicht gefiel, dass es passiert ist. Aber wen kümmert’s?“
Zuletzt traf Potapova in der ersten Runde der Brisbane International auf Kasatkina, wobei Potapova in drei Sätzen gewann. Als enge Weggefährtinnen haben sie bereits darüber gesprochen. „Ja, wir reden viel – wir sind gute Freundinnen. Aber ehrlich gesagt, es ist niemandem wichtig. Es gibt nicht viel dazu zu sagen.“
Anastasia Potapova ist nach dem Nationenwechsel nun Österreichs Nummer eins
Stolz, die neue Nation auf dem Court zu vertreten
Während ihres Matches sah sie eine österreichische Flagge auf den Rängen – ein sehr besonderer Moment für sie. „Ehrlich gesagt habe ich Gänsehaut bekommen, als ich sie sah. Es fühlt sich großartig an“, sagte sie. „Ich spüre die Unterstützung wirklich – ich bekomme viele Nachrichten von österreichischen Menschen. Ich bin sehr stolz, dieses Land jetzt zu vertreten, und ich schwöre, ich werde versuchen, mein Bestes zu geben.“
Österreich liegt ihr am Herzen, Potapova nennt es bereits seit einigen Jahren ihr Zuhause. „Ich lebe dort seit den letzten paar Jahren. Es ist nicht plötzlich passiert – wir haben lange daran gearbeitet. Ich mag Österreich sehr, besonders Wien. Es ist mein zweites Zuhause, und jetzt ist es mein erstes Zuhause. Ich mag es wirklich.“
Sie wird die Gelegenheit haben, vor heimischem Publikum bei den Linz Open aufzutreten, ein Turnier, das sie bereits 2023 gewann. „Natürlich. Ich war bei diesem Turnier schon einmal Champion, und ich komme jedes Jahr zurück, weil es eine meiner Lieblingswochen ist“, sagte sie begeistert. „Ich liebe die Bedingungen. Dieses Jahr ist es Indoor-Sand – noch besser. Natürlich werde ich dort sein.“
Das Event findet vom 06.04.–12.04. statt, doch vorerst gilt ihr voller Fokus weiteren Fortschritten bei den
Australian Open. Ihre Zweitrundenpartie geht gegen die ehemalige US-Open-Siegerin Emma Raducanu, was ein sehr spannendes Duell verspricht.