Die WTA-Rangliste wurde zum Start der Australian Open aktualisiert – nach einer weiteren Woche der Aussie Swing mit den letzten Turnieren vor dem ersten Grand Slam des Jahres. Beim WTA 500 Adelaide International stahl das Teenager-Finale zwischen
Mirra Andreeva und
Victoria Mboko die Show, in einem Turnier, das zahlreiche Bewegungen in der Rangliste auslöste.
Beide Spielerinnen machten in der WTA-Rangliste einen Platz gut: Andreeva steht nun auf Nr. 7 – womit Jasmine Paolini zurückfällt – während Mboko mit Rang 16 die beste Platzierung ihrer Karriere erreichte und die vierfache Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka um einen Platz verdrängte.
Unterdessen sorgte beim WTA 250 Hobart International
Elisabetta Cocciaretto für eine Überraschung, indem sie
Iva Jovic im Finale besiegte. Die Italienerin kletterte um mehr als 20 Plätze in der Rangliste – nahe an die Top 50 heran – während Jovic mit gerade einmal 18 Jahren bereits Rang 27 der Welt erreicht hat, ein Sprung um drei Positionen.
Andreeva besiegt Mboko im Teenager-Finale
Das Geschehen beim WTA 500 in Adelaide stand wohl im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, denn es war das zweite WTA-500-Turnier der Saison und bot ein hochkarätiges Finale zwischen den Teenagern
Mirra Andreeva und
Victoria Mboko. Die Russin gewann souverän in zwei Sätzen, 6:3, 6:1 (nach einem 0:3-Start), während die Kanadierin sich mit dem zweiten Platz begnügen musste und erstmals seit ihren Titeln 2025 bei den Canadian Open und in Hongkong ein Finale verlor.
Für Andreeva bedeutete der Sieg 500 Punkte, die sie auf Nr. 7 hoben – ein wichtiger Puffer für die kommenden Wochen, da sie nach Australien ihre beiden WTA-1000-Titel in Dubai und Indian Wells verteidigen muss. Die Russin braucht eine starke Australien-Kampagne, wenn sie ihre Top-10-Position früh absichern will.
Für Mboko wiederum brachte das Ergebnis wertvolle Punkte zu einem Zeitpunkt, an dem sie praktisch nichts zu verteidigen hat. Für die Kanadierin scheint es nur eine Frage der Zeit, bis sie die Top 10 erreicht, mit rund sechs Monaten ohne nennenswerte Titelverteidigungen vor sich, und ein paar Siege in Schlüsselturnieren könnten ihren Aufstieg leicht beschleunigen. Nach dem Einzug in die nächste Runde der Australian Open hat sie sich bereits einen weiteren Sprung um mehrere Ranglistenplätze gesichert.
Eine weitere Profiteurin ihres starken Laufs war Diana Shnaider – sie erreichte das Halbfinale und verbesserte sich um eine Position – ebenso wie Kimberly Birrell, die Überraschung des Halbfinals, die über 30 Plätze kletterte und nun auf Nr. 76 steht.
Sabalenka führt die Top 10 an, Gauff und Anisimova kämpfen um den US-Spitzenplatz
In den Top 10 bleibt es wie in den vergangenen Wochen, mit der Spitze dominiert von Aryna Sabalenka (10.990), deutlich vor Iga Swiatek (8.328). Unabhängig vom Ausgang der Australian Open ist der Belarussin die Nr. 1 für zumindest weitere Wochen sicher.
Dahinter folgen Coco Gauff (6.423) und Amanda Anisimova (6.320) – beide in einem engen Duell um die US-Nr. 1 – und komplettieren die Top vier, mit Elena Rybakina (5.850) auf Rang fünf. Dahinter liegen Jessica Pegula (5.453), Andreeva (4.731), Paolini (4.267), Madison Keys (4.111) und Belinda Bencic (3.512) – der jüngste Neuzugang in den Top 10, die nach allen Anzeichen auch nach dem Turnier dort bleiben wird, begünstigt durch das frühe Aus von Ekaterina Alexandrova.
Cocciaretto überrascht in Hobart
In Hobart ergab sich eine recht offene Auslosung ohne klare Favoritinnen und mündete in ein Finale zwischen der 18-jährigen
Iva Jovic und der 24-jährigen Italienerin
Elisabetta Cocciaretto – die sich durch die Qualifikation kämpfte und am Ende den Titel holte, als größte Überraschung der Woche nach einem Zweisatzsieg.
Die Italienerin kletterte von Nr. 80 auf Nr. 56 – zweifellos ein starker Saisonstart für eine Spielerin, die vor zwei Jahren bereits innerhalb der Top 30 stand.
Jovic hingegen erlebte eine Enttäuschung nach der Finalniederlage – sie war zumindest nach Ranglistenstatus favorisiert ins Match gegangen. Unerfahrenheit könnte zu ihrer Niederlage beigetragen haben, dennoch erhielt sie einen soliden Punktezuwachs, der sie um drei Plätze auf Nr. 27 nach vorne brachte.
Auch die Halbfinalistinnen verbuchten deutliche Ranglistenschübe. Die 20-jährige Australierin Taylah Preston feierte einen Sprung um mehr als 40 Plätze und steht nun auf Rang 161 der Welt – zurück in den Top 200. Zusammen mit ihrem jüngsten Auftaktsieg bei den Australian Open erlebt die Australierin einen der größten Aufwärtstrends der Tour zu Jahresbeginn und hat die Rückkehr in die Top 150 bereits fixiert.
Weniger dramatisch verlief es bei Antonia Ruzic, ebenfalls Halbfinalistin, die sechs Plätze gutmachte und nun auf Nr. 65 steht – ihre bisher beste Karriereplatzierung, auch wenn ihr frühes Aus in Melbourne sie nach Abschluss des Happy Slam um ein paar Positionen zurückwerfen wird.