Matteo Berrettini erlebte einen Moment, den er als unvergesslich beschrieb, als er in dieser Woche die olympische Fackel durch die Straßen Roms trug. Der italienische Star, der einen Großteil der vergangenen zwei Saisons mit Verletzungsrückschlägen zu kämpfen hatte, stand im Zentrum einer der symbolträchtigsten Traditionen des Weltsports. Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026 erfolgte sein Auftritt nur einen Tag, nachdem Landsfrau Jasmine Paolini dieselbe Ehre zuteilwurde.
Der Moment markierte einen persönlichen Meilenstein für den in Rom geborenen Spieler, der stets großen Stolz darauf betont hat, Italien zu vertreten – sei es auf dem Tennisplatz oder in seltenen Augenblicken wie diesem. Er hob hervor, wie emotional die Erfahrung wurde, als er vertraute Gesichter am Straßenrand jubeln sah. „Ich bin so aufgeregt. Ich weiß nicht genau, was passiert ist; ich erinnere mich noch sehr lebhaft daran. Meine Mutter war da und sah zu, wie ich mit der Flamme lief; es war wunderschön.“
Für Berrettini war das Tragen der Fackel nicht nur eine Ehre, sondern auch eine Anerkennung des sportlichen Weges, der ihn geprägt hat. Die vergangenen Saisons stellten ihn mit Verletzungen, Comebacks und schwierigen Phasen auf die Probe, doch der symbolische Lauf erinnerte ihn daran, was er alles für sein Land erreicht hat. In seinen Worten stand er für die Summe jener Erfolge, die es ihm ermöglicht haben, ein prominenter Botschafter des italienischen Sports zu bleiben.
„Es ist eine Errungenschaft, die aus den Erfolgen stammt, die ich erzielt habe. Ich habe die Olympischen Spiele immer verfolgt, und mein Land auf diese Weise zu vertreten, ist das Größte. Ich weiß nicht, womit ich es vergleichen soll, aber ich bin sehr stolz.“
Das Tragen der Flamme brachte auch eine tiefere Reflexion über die Bedeutung des Sports selbst mit sich – ein Thema, zu dem Berrettini in seiner Karriere häufig Stellung bezogen hat. „Die Fackel steht für alles, was hinter dem Sport steckt – jede Art von Sport auf der Welt“, sagte er. „Sie ist ein Symbol für Inklusion. Kurz gesagt, alles, wofür Sport steht.“
Für Berrettini ging es bei der Teilnahme an dieser Tradition um mehr als um Tennis oder die Olympischen Spiele; es ging darum, die globale Gemeinschaft zu feiern, die der Sport schafft. „Ich bin super stolz, das auch hier machen zu können“, fügte er hinzu.
Der ehemalige Wimbledon-Finalist war in internationalen Wettbewerben ein mehr als würdiger Vertreter Italiens und ein zentraler Bestandteil der Mannschaft, die sowohl 2024 als auch in dieser Saison den Davis-Cup-Pokal holte – wobei seine Siege gegen Jurij Rodionov, Raphael Collignon und Pablo Carreño Busta entscheidend für den dritten Titel in Serie seines Landes waren.
Ein Symbol für Italiens sportlichen Geist
Berrettinis Gedanken über die Rolle des Sports in seinem Leben reichten weit über den Wettbewerb hinaus. Er sprach darüber, wie Tennis sein Verständnis von Hingabe, Widerstandsfähigkeit und persönlichem Wachstum geprägt hat. „Sport ist Einheit und Opfer, Siege und Niederlagen, aber dahinter steckt noch viel mehr. Ich hatte das Glück, einen Sport auszuüben, der mir so viel über mich selbst und die Welt beigebracht hat.“
Der 29-Jährige betonte, wie Tennis ihm Perspektiven und Erfahrungen eröffnet hat, denen er sonst nie begegnet wäre. Durch Reisen und Wettkämpfe hat er von verschiedenen Kulturen gelernt und Verbindungen aufgebaut, die seinen Blick auf die Welt erweitert haben.
Für Berrettini sind diese Momente ebenso essenziell wie Training, Übung und die physische Vorbereitung, die im Spitzensport zentral sind. „Es ermöglicht mir immer noch, zu reisen, verschiedene Kulturen zu erleben, und das ist nichts, was ich für selbstverständlich halte“, sagte der ehemalige Weltranglisten-Sechste. „Meiner Meinung nach ist das sehr wichtig. Sport ist Training und das, was du tust, um dorthin zu kommen, aber es geht auch darum, Erfahrungen und unterschiedliche Kulturen zu teilen.“
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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