Der französische Tennisveteran Gael Monfils hat offenbart, dass er seine Karriere längst beendet hätte – wäre da nicht seine Frau Elina Svitolina. Das Tennis-Powerpaar, das zu den bekanntesten der Branche zählt, habe sich gegenseitig inspiriert und motiviert, insbesondere in schwierigen Zeiten.
Monfils, 38, erlebt derzeit einen vielversprechenden Saisonstart, nachdem er in den vergangenen Jahren mit Verletzungen und Formschwankungen zu kämpfen hatte. Während er in den Vorjahren teils keine Matches gewinnen konnte, erreichte er 2024 bereits mehrfach die dritte Runde oder weiter – zuletzt in Miami, wo er sich in der vierten Runde dem Amerikaner Sebastian Korda mit 6:4, 2:6, 6:4 geschlagen geben musste.
In einem persönlichen Video auf seinem YouTube-Kanal sprach Monfils nun über die entscheidende Rolle, die Svitolina für seine Karriere gespielt hat. Ohne sie, so betonte er, hätte er den Tennissport längst hinter sich gelassen.
„Hätte ich Elina nicht getroffen, wäre ich ohne Zweifel schon in Rente“, sagte der Franzose. „Nach der COVID-Pandemie wollte ich aufhören. Ich war damals noch in den Top 10, aber leere Stadien, diese ganze Atmosphäre – das fühlte sich nicht mehr nach dem Sport an, den ich liebte. Ich sagte zu Elina: ‚Vielleicht ist es Zeit, aufzuhören.‘ Ich konnte mein altes Niveau nicht mehr erreichen, und das war extrem frustrierend.“
Doch Svitolina, selbst eine der besten Spielerinnen der Tour, bestärkte ihn, weiterzumachen. „Sie half mir, es zu überwinden. Nicht sofort, aber als der Winter kam, habe ich den Funken wieder gespürt“, erzählte Monfils. „Ich hatte eine gute Phase, gewann Adelaide, erreichte das Viertelfinale der Australian Open und kletterte wieder auf Rang 14 der Welt. Doch dann kam die nächste Verletzung – mein Fuß, sieben Monate Pause. Gleichzeitig war Elina schwanger, und ich hatte ein ernstes familiäres Problem. Ich dachte ehrlich: ‚Das war’s.‘“
Doch Svitolina fand erneut die richtigen Worte. „Sie sagte: ‚Ich komme nach der Geburt zurück – also kannst du es auch.‘ Das hat mich motiviert“, erklärte Monfils. Gemeinsam legten sie neue Ziele fest – und eines davon schien zunächst unerreichbar: die Qualifikation für die Olympischen Spiele. „Damals war ich in der Weltrangliste irgendwo um Platz 400. Aber meine Frau hat mich buchstäblich gerettet. Sie hat das Feuer in mir neu entfacht.“
Mit emotionalen Worten schloss Monfils seine Botschaft ab: „Manchmal brennt dieses Feuer lichterloh, manchmal ist es kaum mehr als eine kleine Flamme. Doch Elina hat es zurückgebracht. Also ja, sie hat eine entscheidende Rolle gespielt, dass ich immer noch Tennis spiele. Danke, Elina.“