Marat Safin über seine Erwartungen an die Zusammenarbeit mit Andrey Rublev

ATP
Samstag, 05 April 2025 um 14:00
<br>

Neues Kapitel für Rublev: Marat Safin soll den Weg aus der Krise weisen

Nach einem durchwachsenen Start ins Tennisjahr 2025 sucht Andrey Rublev neue Impulse – und hat sie in einer echten Ikone des russischen Tennissports gefunden. Seit Kurzem steht ihm der frühere Weltranglistenerste und zweifache Grand Slam-Sieger Marat Safin als Coach zur Seite. Ein Duo mit Potenzial – doch auch mit offenen Fragen.

Rublevs Formkrise und der Ruf nach Veränderung

Rublev, derzeit die Nummer 9 der Welt, startete denkbar schlecht in die neue Saison. Bereits bei seinem Auftaktmatch unterlag er dem brasilianischen Youngster Joao Fonseca, einem der vielversprechendsten Talente auf der Tour. Zwar gelang ihm wenige Wochen später mit dem Titelgewinn bei den Qatar Open eine kleine Wiedergutmachung, doch Konstanz blieb Mangelware: In Dubai, Indian Wells und zuletzt in Miami scheiterte Rublev jeweils schon in der ersten Runde.

Die Konsequenz: ein personeller Neuanfang im Betreuerstab. Mit Marat Safin setzt Rublev nun auf Erfahrung, Charisma und eine gehörige Portion russischer Tennisgeschichte.

Safin: „Ich kann ihm den Weg zeigen – aber gehen muss er ihn selbst“.

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in seiner neuen Rolle zeigte sich Safin betont realistisch. Beim Ultimate Tennis Showdown, einem Show-Event, das Rublev regelmäßig bestreitet, begleitete er seinen Schützling erstmals aktiv – ein erstes Kennenlernen unter Wettkampfbedingungen.

„Es hängt alles von ihm ab“, betonte Safin in einem Interview. „Ich kann ihm den Weg zeigen, aber er muss ihn auch gehen. Es wird nicht einfach so passieren – man muss bereit sein, sich alles hart zu erarbeiten. Ob er das ist, wird sich zeigen.“

Safin ließ keinen Zweifel daran, dass sein Coaching keine Wunder verspricht, sondern auf Eigenverantwortung basiert: „Ich denke, er ist bereit. Aber wie lange diese Bereitschaft anhält – das kann nur er beantworten.“

Monte-Carlo als Standortbestimmung

Ob und wie die neue Partnerschaft auf sportlicher Ebene fruchtet, wird sich schon bald zeigen. In der kommenden Woche tritt Rublev beim prestigeträchtigen Masters 1000-Turnier in Monte-Carlo an – seinem Heimturnier, denn der 26-Jährige lebt seit Jahren in der Fürstenstadt.

Für Rublev könnte es der Beginn eines echten Wendepunkts werden – mit einem Mentor an seiner Seite, der weiß, wie man große Titel gewinnt, aber auch, wie schmal der Grat zwischen Genie und Krisenbewältigung im Spitzensport sein kann.

Klatscht 0Besucher 0

Gerade in

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare