Carlos Alcaraz erlebt derzeit eine schwierige Phase in der ATP-Saison 2025. Trotz eines verheißungsvollen Starts mit einem Viertelfinaleinzug bei den Australian Open und dem Turniersieg in Rotterdam ist der Spanier zuletzt mehrfach überraschend früh ausgeschieden. Dennoch zeigt sich Tennis-Ikone und Star-Coach Rick Macci überzeugt davon, dass der 21-Jährige bald wieder zu alter Stärke zurückfinden wird.
Nach seiner Niederlage gegen Novak Djokovic in Melbourne schien Alcaraz mit der erfolgreichen Titelverteidigung in Rotterdam schnell in die Spur zurückzufinden. Doch seither geriet der amtierende Wimbledon-Champion ins Straucheln: In Doha unterlag er Jiri Lehecka im Viertelfinale, beim Indian Wells Masters war im Halbfinale gegen den aufstrebenden Briten Jack Draper Endstation. Einen Tiefpunkt markierte das frühe Aus bei den Miami Open, wo der ehemalige Weltranglistenerste bereits in der ersten Runde dem belgischen Routiner David Goffin unterlag.
Diese unerwartete Serie von Niederlagen hat in der Tenniswelt zahlreiche Diskussionen ausgelöst – viele fragen sich, wann der junge Spanier sein Spiel wieder stabilisieren kann. Für Rick Macci, der bereits Größen wie Serena Williams, Maria Sharapova und Andy Roddick zum Durchbruch verholfen hat, ist die Antwort klar: Es handelt sich um eine ganz normale Entwicklung im Leben eines Ausnahmeathleten.
In einer Reihe von Tweets äußerte sich Macci zu Alcaraz' aktuellem Formtief – und lieferte zugleich eine eindrucksvolle Bilanz: „224 Siege, 60 Niederlagen, 17 Titel, darunter vier Grand Slams und fünf Masters 1000-Titel. Der jüngste Spieler, der je Nummer eins der Welt war – und der erste, der vor seinem 21. Geburtstag drei Slams auf drei verschiedenen Belägen gewonnen hat.“
Macci macht deutlich: Wer so jung so viel erreicht, trägt eine gewaltige Erwartungslast. „Wenn du mit 21 schon ganz oben bist, erwartet jeder, dass du jedes Match gewinnst und das Spiel dominierst. Aber du wirst auch schlechte Phasen haben. Das ist normal.“
Er zieht Parallelen zu den ganz Großen des Sports: „Federer, Nadal, Djokovic und Pete Sampras – sie alle hatten in diesem Alter ebenfalls Schwankungen. Carlos gehört zur absoluten Elite, und ich bin überzeugt: Er steht erst am Anfang.“