Trotz ihrer vergleichsweise kurzen Laufbahn hat
Emma Raducanu auf der WTA-Tour bereits erhebliche Preisgelder aus verschiedenen Turnieren eingespielt. Ihre Einnahmen ließen sie in der britischen Preisgeldrangliste klettern, doch zur Führenden fehlt weiterhin ein deutlicher Abstand.
Emma Raducanus WTA-Preisgelder: Rangliste, Rekorde, Ausblick
Die aktuelle britische Nummer eins hat in ihrer Tenniszeit viel Erfolg erlebt, der jedoch auch seinen Preis hatte. 2021 sorgte sie für Furore, als sie in Wimbledon bis ins Achtelfinale vordrang und wegen Atemproblemen aufgeben musste. Danach gelang ihr das Unmögliche: der Gewinn der US Open. Die damals 18-Jährige gab weder in der Qualifikation noch im Hauptfeld einen Satz ab und bezwang im Finale Leylah Fernandez, um sich einen historischen Titel zu sichern.
Wie zu erwarten, war dies ihr lukrativstes Jahr: Der Titel in Flushing Meadows brachte ihr beeindruckende 2.500.000 US-Dollar ein, insgesamt 2.807.446 US-Dollar. Seither kam sie dem nicht nahe, da mehrere Verletzungen und fehlende Konstanz auf dem Platz eine eigentlich vielversprechende Karriere bremsten. Zwei Jahre nachdem sie die sechsthöchste Verdienerin war, fiel sie auf Rang 177 zurück und kassierte nur 237.627 US-Dollar. 2025 hat sie wieder Tritt gefasst und klettert die Leiter hinauf, während die 23-Jährige an ihre früheren Höhen anknüpfen will. Höhepunkte sind ein erstes WTA-1000-Viertelfinale bei den Miami Open sowie ein Halbfinale beim DC Open. Sie verbuchte 1.450.476 US-Dollar und steht damit insgesamt bei
5.957.378 US-Dollar.
Das ist eine beachtliche Summe, doch trotz eines Grand-Slam-Triumphs reicht es damit nur für Platz drei in der britischen „All-Time“-Liste.
Wer liegt vor Raducanu in der ewigen britischen WTA-Preisgeldrangliste
Auf Rang zwei liegt Heather Watson mit 5.982.374 US-Dollar, knapp vor Raducanu. Die 23-Jährige dürfte die 33-Jährige relativ bald überholen, möglicherweise schon bei den anstehenden Australian Open.
Watson führt vor ihrer Landsfrau, weil sie deutlich länger im Geschäft ist, jedoch ohne Raducanus Erfolge. Sie gewann einen Grand-Slam-Titel im Mixed der Wimbledon 2016 und verlor ein Jahr später das Finale. Zudem stand sie 2018 im Einzel-Viertelfinale von SW19. Aktuell außerhalb der Top 200 kämpft Watson mit der Form und hat seit Roland Garros 2023 kein Major außerhalb von Wimbledon mehr erreicht, was Raducanus Überholchance begünstigt.
Für
Johanna Konta gilt dies nicht. Die ehemalige Nummer vier der Welt hatte eine sehr erfolgreiche Karriere, die wegen einer hartnäckigen Knieverletzung bereits mit 30 endete. Ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale erreichte sie bei den Australian Open 2016, ein Jahr später folgte ein Viertelfinale. Ein Halbfinale bei ihrem Heim-Grand-Slam ließ sie auf Platz vier der Weltrangliste klettern, ihre Bestmarke. Anfang 2017 gewann sie die Miami Open, ihren einzigen WTA-1000-Titel. 2017 war ihr einträglichstes Jahr mit 2.931.494 US-Dollar. Dicht dahinter lag 2019, als sie das Halbfinale von Roland Garros erreichte, zwei weitere Major-Viertelfinals folgen ließ und das Finale der Canadian Open, was ihr 2.173.945 US-Dollar einbrachte.
In Summe kam sie auf 10.008.175 US-Dollar und knackte damit in ihren letzten Jahren auf der Tour die Zehn-Millionen-Marke. Ihr Vorsprung auf Raducanu ist komfortabel, die frühere US-Open-Siegerin hat noch viel aufzuholen. Positiv ist, dass sie hoffentlich eine lange Karriere vor sich hat. Ihre Saison 2016 startet im
United Cup vom 02.01. bis 11.01.