Im Zuge wachsender Diskussionen über eine gerechtere Verteilung der Preisgelder bei den vier Grand Slam-Turnieren hat sich nun auch Chinas Topspielerin Zheng Qinwen zu Wort gemeldet. Die Weltranglistenachte unterstützt einen offenen Brief, den mehrere Top-20-Spielerinnen und -Spieler der ATP- und WTA-Tour unterzeichnet haben – mit der klaren Forderung nach höheren Ausschüttungen für alle Beteiligten.
Zheng, die aktuell bei den Charleston Open im Einsatz ist, untermauerte ihre Position nach ihrem hart erkämpften 6:3, 3:6, 6:3-Sieg gegen die Belgierin Elise Mertens im Achtelfinale. Die 21-Jährige hatte dabei im entscheidenden Satz einen Breakrückstand wettgemacht und steht nach starken Auftritten in Indian Wells und Miami erneut im Viertelfinale eines WTA 500-Turniers.
Vor ihrem Match sprach Zheng offen über ihre Beweggründe, den Brief an die Grand Slam-Veranstalter zu unterzeichnen. Sie betonte, dass höhere Preisgelder nicht nur den Stars der Szene zugutekommen würden, sondern vor allem auch jenen Spielerinnen, die sich Woche für Woche durch die Tour kämpfen.
„Ich glaube, dass davon alle Spieler profitieren würden – nicht nur die Topspielerinnen“, erklärte Zheng. „Jede Athletin, die das ganze Jahr über hart arbeitet, sollte fair entlohnt werden, insbesondere bei den Grand Slams.“
Zheng hob hervor, wie essenziell eine solide finanzielle Basis sei, um als Profi bestehen zu können: „Viele brauchen das Geld, um zu überleben, aber auch, um sich ein kompetentes Team leisten zu können. Nur so haben sie überhaupt eine realistische Chance, auf höchstem Niveau zu bestehen.“
Zur Untermauerung ihrer Argumentation zog Zheng einen Vergleich mit dem Profibasketball heran: „Wenn man sich etwa die NBA anschaut, sieht man, dass die Einnahmen dort fair zwischen Liga und Spielern aufgeteilt werden. Die Athleten arbeiten hart – genau wie wir.“
Zheng schloss mit einem persönlichen Statement, das ihre Leidenschaft und ihren Einsatz für den Tennissport unterstrich: „Ich weiß, wie viel harte Arbeit hinter jedem Erfolg steckt. Deshalb halte ich diese Initiative für einen wichtigen und positiven Schritt für uns alle.“