Trotz ihres überraschenden Erstrundenaus bei den Wuhan Open 2025 sieht der renommierte Tennistrainer Rick Macci in Mirra Andreeva weiterhin eine künftige Nummer eins der Welt. Die 18-jährige Russin, die als Nummer 5 gesetzt war, unterlag der erfahrenen Deutschen Laura Siegemund nach einem Satzgewinn noch mit 6:7(4), 6:3, 6:3 – ein weiterer Rückschlag in einem bislang enttäuschenden Herbst für das junge Ausnahmetalent.
Andreeva begann das Jahr 2025 in überragender Form: Mit ihren WTA-1000-Titeln in Dubai und Indian Wells sowie dem Viertelfinaleinzug in Wimbledon zählte sie früh zu den dominierenden Spielerinnen der Saison. Nach dem Grand-Slam-Erfolg in London geriet ihre Form jedoch ins Wanken. Bei den Canadian Open schied sie in der dritten Runde gegen McCartney Kessler aus, bevor sie bei den US Open und den China Open ebenfalls früh die Segel streichen musste – in New York gegen Taylor Townsend, in Peking gegen Sonay Kartal.
Auch in Wuhan konnte Andreeva den Negativtrend nicht stoppen. Gegen die 37-jährige Siegemund verlor sie die Kontrolle über das Match und musste sich nach knapp zweieinhalb Stunden geschlagen geben.
Macci: „Ihr Temperament ist ihr bester Freund“
Trotz der jüngsten Rückschläge verteidigte Rick Macci, der unter anderem Serena Williams und Maria Sharapova trainierte, die junge Russin vehement. Auf Twitter (X) schrieb er:
„Andreeva ist SO wettbewerbsorientiert, und genau das ist der Grund, warum ihr manchmal die Sicherung durchbrennt. Aber sie ist erst 18 und hasst es einfach zu verlieren. Sie ist für Größe verdrahtet – und dieses Temperament wird ihr bester Freund werden. Das russische Kaninchen wird am Ende zweifellos die Nummer eins sein.“
Macci bezeichnete Andreeva bereits früher als eine der „authentischsten natürlichen Talente ihrer Generation“. Er betonte, dass Niederlagen wie in Wuhan Teil des Reifeprozesses seien – vor allem für eine Spielerin, die „mehr über ihre Emotionen als über ihre Technik lernen muss“.
Für Andreeva geht es nun darum, ihre Form vor den letzten Turnieren des Jahres wiederzufinden. Trotz ihrer jüngsten Serie von Niederlagen bleibt sie eine der spannendsten Persönlichkeiten auf der WTA-Tour – ein „Work in Progress“, wie Macci es formuliert, „mit dem Potenzial, die Tenniswelt bald wieder zu erobern“.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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Making moves in Wuhan 🌟
Laura Siegemund moves into the third round in Wuhan for the first time, defeating No.5 seed Andreeva in a three-hour battle.
#WuhanOpen