ATP- und WTA-Stars verstärken die rechtlichen Schritte der Professional Tennis Players Association (PTPA), da Top 20-Spielerinnen und -Spieler einen Brief unterzeichnet haben, in dem sie von den Organisatoren der Australian Open, Roland Garros, Wimbledon und der US Open eine deutliche Erhöhung des Preisgeldes fordern.
Laut L’Équipe fordert der Brief eine gerechtere Verteilung der finanziellen Gewinne bei Grand Slam-Turnieren und setzt sich für erhebliche Erhöhungen der Einnahmen ein, die allen teilnehmenden Spielern zugutekommen.
Es wurden Vergleiche mit anderen Sportarten gezogen: In der NBA erhalten die Spieler beispielsweise garantiert mindestens 50 % der gesamten Ligaeinnahmen pro Saison. Bei den French Open hingegen erzielte das Turnier rund 338 Millionen Euro, während die Spieler nur etwa 53 Millionen Euro an Preisgeld erhielten – lediglich 16 %, ein deutlich geringerer Anteil im Vergleich zu anderen Sportarten.
Das Preisgeld wurde in den letzten Jahren bereits erheblich verbessert. Im Jahr 2022 erhielten die Siegerinnen und Sieger der Einzelwettbewerbe über 50 % mehr als zuvor, und die Preisgelder stiegen in jeder Runde – darunter ein Anstieg der Prämien für Erstrundenteilnehmer um 40 %.
Die Grand Slam-Turniere verteilten im Jahr 2024 insgesamt 254 Millionen US-Dollar – fast 10 % mehr als die 231 Millionen US-Dollar im Jahr 2023. Dennoch fordern die Spieler erneut deutliche Verbesserungen für die rund 800 Teilnehmer, die bei den großen Turnieren antreten.
Laut L’Équipe haben alle Top-20-Spieler der ATP- und WTA-Ranglisten den Brief unterzeichnet. Da die Bekanntgabe des Preisgeldes für Roland Garros – das nächste Grand Slam-Turnier im Kalender – in wenigen Wochen ansteht, könnten die Forderungen der Spieler erheblichen Einfluss auf die bevorstehende Entscheidung über den Preisgeldtopf haben.